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19. April 2017 | Achim H. Feiertag

Die Fahrt nach dem Joint - Hilfe vom Rechtsanwalt

Foto: © janifest - AdobeStock

Mehrere hundert Mal im Jahr passiert allein in Berlin folgende Geschichte: Die Polizei stoppt ein Fahrzeug – Routinekontrolle. Es wird ein Drogenschnelltest durchgeführt, je nach Ergebnis auch eine Blutprobe. Klar, der Fahrer hatte einen Joint geraucht, das war allerdings fast schon 24 Stunden vor der Fahrt. Er wartete zunächst einmal ab. Wochen später folgte ein Bußgeldbescheid, es wurde eine Geldbuße ausgesprochen und für einen Monat ein Fahrverbot verhängt. Damit hatte er auch gerechnet, befürchtet hatte er auch Schlimmeres.

Damit war die Angelegenheit jedoch keineswegs erledigt. Das Bußgeld war schon bezahlt, da kam schon wieder Post, diesmal von der Fahrerlaubnisbehörde Berlin. Sie wurde von der Fahrt nämlich durch die Polizei in Kenntnis gesetzt. Jetzt droht (je nach Ergebnis der Blutprobe) die Entziehung der Fahrerlaubnis, ein ärztliches Gutachten oder aber eine MPU, der sog. Idiotentest. Aufgeschreckt durch das Anschreiben geht er (erst) jetzt zum Anwalt. Dumm ist nur, dass er seit der Fahrt sein Konsumverhalten nicht geändert hat. Ihn beschäftigt, dass er doch schließlich schon bestraft worden ist und er außerdem um seinen Arbeitsplatz fürchten muss, wenn der Führerschein weg ist.

Mein Rat daher:

Nach dem Erlebnis mit der Polizei sollte sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Sie müssen wissen, dass das ein Fahrverbot und eine Entziehung der Fahrerlaubnis nicht das Gleiche sind (siehe hierzu folgende Übersicht). Wenn Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen werden soll, geht es um Ihre Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen. Sie werden die Entziehung der Fahrerlaubnis nicht verhindern können, weil Sie beruflich auf den Führerschein angewiesen sind. Es gilt die Zeit nicht verstreichen zu lassen. Sie sollten, mit professioneller Hilfe, sofort aktiv werden und alles dafür tun, dass Sie Ihre Fahrerlaubnis entweder noch retten können oder aber den Führerschein möglichst schnell wieder in Händen halten können.

Wenn dafür eine MPU erforderlich wird (Einzelheiten dazu finden Sie hier), müssen Sie gut vorbereitet sein. Wer sie auf die leichte Schulter nimmt, muss u.U. erneut zur MPU. Sie ist kein Glückspiel, kein Idiotentest und auch kein Intelligenztest. Es handelt sich um eine Prognoseentscheidung eines Verkehrspsychologen – eines Profis. Daher sollten Sie auch professionell vorbereitet sein.

Anderenfalls droht eine lange Zeit ohne Fahrerlaubnis und Sie müssen mit Kosten rechnen, die das damalige Bußgeld mehrfach übersteigen.

Meinen Rat, meine Vertretung gegenüber der Fahrerlaubnisbehörde, gegenüber der Bußgeldbehörde und eine fachgerechte Hilfestellung, wenn Sie sich der MPU stellen müssen, biete ich Ihnen gerne an – in Berlin und anderenorts.


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